Bundesland: Bremen Landkreis: Kreisfreie Stadt Fläche:
78,87 km²
Einwohner: 114 888 (30. Sep. 2008)
Bevölkerungsdichte: 1457 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 27501–27580 Vorwahl: 0471
Kfz-Kennzeichen: HB
Stadtgliederung: 2 Stadtbezirke mit 9 Stadtteilen
Adresse der Stadtverwaltung: Magistrat der Stadt Bremerhaven
Hinrich-Schmalfeldt-Straße
27576 Bremerhaven
Webpräsenz:
www.bremerhaven.de
Oberbürgermeister: Jörg Schulz (SPD)
Flüsse
Die Weser, Geeste, Rohr, Lune und Aue durchfließen oder tangieren
die Stadt.
Stadtteile
Da Bremerhaven aus mehreren Gemeinden zusammengefügt wurde, siehe
zur weiteren Geschichte bei den Stadtteilen Lehe, das 1275 erstmals
urkundlich erwähnt wurde, Geestendorf und Geestemünde; Geestendorf
wurde 1139 erstmals erwähnt, Geestemünde wurde 1845 gegründet,
1889 Vereinigung, Wulsdorf, das 1139 erstmals urkundliche Erwähnung
fand, Fischereihafen sowie auch bei den Häfen: Alter Hafen, Neuer
Hafen, Stadtbremisches Überseehafengebiet Bremerhaven, Columbuskaje,
Container-Terminal Bremerhaven, Nordschleuse und Kaiserschleuse sowie
bei Wesermünde und Geschichte der Stadt Bremen.
Gründung Bremerhavens
Wegen der zunehmenden Versandung der Weser erwies sich Bremens erster
Vorhafen Vegesack schon im Laufe des 18. Jahrhunderts als unzureichend.
Nach langen Verhandlungen gelang es dem Bremer Senat, dem Königreich
Hannover ein geeignetes Gelände an der Wesermündung für
73.658 Taler, 17 Groschen und 1 Pfennig abzukaufen. Der Kaufvertrag
wurde am 11. Januar 1827 von dem Leiter des Departements für
auswärtige Angelegenheiten (Minister) des Königreichs Hannover
Friedrich Franz Dieterich von Bremer und von dem Bremer Bürgermeister
Johann Smidt unterzeichnet.. Die offizielle Übergabe an die Freie
Hansestadt Bremen fand am 1. Mai 1827 statt. Danach wurde ein erstes
künstliches Hafenbecken, der Alte Hafen, angelegt und am 1. September
1830 fertiggestellt. 1837 wurde eine vorläufige Gemeindeordnung
für Bremerhaven eingeführt. 1845 gründete das Königreich Hannover im Süden Bremerhavens
unweit der alten Siedlung Geestendorf eine neue Siedlung und legte
einen Hafen als Konkurrenz zu Bremerhaven an. Die Neuanlage erhielt
am 26. Juni 1847 den Namen Geestemünde. 1847 wurde Bremerhaven
Ausgangspunkt der ersten Dampfschiffslinie von Europa nach Amerika.
Zwischen 1848 und 1852 war die Stadt Sitz der Seezeugmeisterei, des
Arsenals der deutschen Reichsflotte während des Schleswig-Holsteinischen
Krieges. 1851 erhielt Bremerhaven Stadtrechte.Bereits ein Jahr vorher wurde Geestemünde zu einer Landgemeinde
erhoben. Von 1861 bis 1905 wurde das Gebiet Bremerhavens mehrmals
erweitert.Wachstum Bremerhavens und Wesermündes
Das Abfertigungsgebäude des Norddeutschen Lloyd in Bremerhaven
um 1870
Bremerhavener Marktplatz um 1880 (heute Theodor-Heuss-Platz) Der Norddeutsche
Lloyd sollte einen maßgeblichen Einfluss bei der wirtschaftlichen
Entwicklung der Stadt haben. Bereits 1858 wurde mit den 2.674 BRT
großen Dampfschiffen Bremen (I) und New York ein regelmäßiger
Linienbetrieb zwischen dem Neuen Hafen in Bremerhaven und New York
eingerichtet. In den folgenden Jahren kamen Passagierverbindungen
nach Baltimore und New Orleans hinzu. 1862 erhielt Bremerhaven mit
der Strecke aus Bremen einen für den Passagierverkehr wichtigen
Eisenbahnanschluss. Der Leuchtturm Bremerhaven von Simon Loschen entstand
1854. Im folgenden Jahr wurde die (ebenfalls von Loschen geplante)
Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche eingeweiht. 1867 gründete
sich das Stadttheater Bremerhaven, und 1911 konnte die heutige Spielstätte
nach Plänen von Oskar Kaufmann gebaut werden. Am 11. Dezember
1875 kam es zur sogenannten Thomas-Katastrophe. Die Explosion einer
Bombe forderte 81 Tote und 200 Verletzte. Der Kanadier William King
Thomas wollte mit dieser Bombe das Auswandererschiff Mosel auf offener
See sprengen, um so die Versicherungsprämien für seine aufgegebene,
angeblich wertvolle Ware zu kassieren. Der Sprengsatz detonierte jedoch
schon beim Beladen des Schiffes. Thomas wurde von der Polizei verhaftet,
beging aber Selbstmord. 1880 erhielt Bremerhaven einen hauptamtlichen
Stadtdirektor und wurde damit eine selbstständige Gemeinde im
Land Bremen. Gleichzeitig erhielt die nördlich von Bremerhaven
gelegene Gemeinde Lehe stadtähnliche Rechte. 1883 wurde die Telefonleitung
von Bremen nach Bremerhaven eröffnet, damals die längste
Telefonleitung Deutschlands. Die Gemeinde Geestendorf wurde am 1.
April 1889 nach Geestemünde eingegliedert („Hafenort Geestemünde“
mit etwa 15.000 Einwohnern). Der Norddeutsche Lloyd stellte 1897 den
Schnelldampfer Kaiser Wilhelm der Große in den Dienst, welche
das Blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung von
Bremerhaven nach New York gewann. Es folgten bis 1907 drei weitere
Passagierdampfer, die Kronprinz Wilhelm, die Kaiser Wilhelm II. und
die Kronprinzessin Cecilie.1900: Verabschiedung des deutschen Ostasiatischen
Expeditionskorps durch Kaiser Wilhelm II. Am 27. Juli 1900 kam Kaiser
Wilhelm II. nach Bremerhaven und hielt hier seine sogenannte „Hunnenrede“.
Anlass der Rede war die Verabschiedung des deutschen Ostasiatischen
Expeditionskorps zur Niederschlagung des Boxeraufstandes im Kaiserreich
China. Infolge des Boxeraufstands im Kaiserreich China wurde ab 1900
der Reichspostdienst nach China u.a. durch 14 Lloydschiffe verstärkt.1913
erhielt die Landgemeinde Geestemünde mit etwa 27.000 Einwohnern
Stadtrechte (kreisfreie Stadt). Am 1. April 1920 wurde Lehe kreisfreie
Stadt, und Wulsdorf (4.830 Einwohner) wurde ein Ortsteil der kreisfreien
Stadt Geestemünde.